Beleuchtung des Parkplatzes am Dallenberg und der Fußgängerunterführung zur Straßenbahnhaltestelle „Dallenbergbad“

Der folgende Antrag wird weiterverfolgt:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 

wir bitten die Verwaltung um Prüfung, wie der Parkplatz am Dallenbergbad möglichst schnell in der Fläche beleuchtet werden kann und insbesondere der Zugang für Fußgänger durch die Fußgängerunterführung von der Straßenbahnhaltestelle „Dallenbergbad“ durch Beleuchtung sicherer gestaltet werden kann. 

Begründung:

Der Parkplatz am Dallenberg eignet sich durch seine Größe und besonders gute Anbindung an den ÖPNV durch die Straßenbahn als Park&Ride-Parkplatz für Besucher der Innenstadt die aus Süden kommend, die Innenstadt erreichen wollen. Um als Park&Ride-Parkplatz angenommen zu werden, muss dieser den Sicherheitsinteressen seiner Nutzer genügen. Die nicht vorhandene Beleuchtung des Parkplatzes sowie insbesondere des Zugangs durch die Fußgängerunterführung zur Straßenbahnhaltestelle steht diesem Nutzungs- und Sicherheitsinteresse entgegen. Das Ziel einer Attraktivierung der ÖPNV-Umstiegsangebote für Pendler, die in der Innenstadt arbeiten und Besucher der Stadt wird durch eine bessere Beleuchtung gefördert und maßgeblich verbessert. Ein Vergleich zum Parkplatz auf der Talavera, der beleuchtet ist und auch gerne als Park&Ride-Parkplatz genutzt wird, bietet sich hier als Positivbeispiel an. 

Interfraktioneller Antrag: Neuplanung der Fahrpläne der Buslinienbündel 11, 470, 480, 490, 510, 520 und 550; Einrichtung von drei Umstiegshaltestellen im Stadtgebiet Würzburg; Neuplanung des Fahrplans der Straßenbahnlinien

Herrn Landrat Thomas Eberth
Sowie die Damen und Herren des Kreistags

Herrn Oberbürgermeister Christian Schuchardt
Sowie die Damen und Herren des Stadtrats

Sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

hiermit stellen wir folgende Anträge:

Zur Beratung in der Sitzung des gemeinsamen Ausschusses Stadt.Land.Wue am 09. Juli 2020 und zur anschließenden Beschlussfassung in den Gremien der Stadt Würzburg:

Antrag 1: Der Ausschuss Stadt.Land.Wue empfiehlt dem Stadtrat Würzburg folgenden Beschluss: Die Stadt Würzburg wird beauftragt, gegebenenfalls durch die Würzburger Straßenbahn GmbH, die Haltestellen Bürgerbräu, Königsberger Straße und Wörthstraße zu Umstiegshaltestellen mit Aufstellplätzen für Busse, Fahrradparkplätzen und Car-Sharing-Parkplätzen sowie wo möglich P&R-Parkplätze umzubauen.

Antrag 2: Der Ausschuss Stadt.Land.Wue empfiehlt dem Stadtrat Würzburg folgenden Beschluss: Die Würzburger Straßenbahn GmbH wird beauftragt, im Zeitraum von 6 bis 18 Uhr an Werktagen einen 10-Minutentakt auf jeder Straßenbahnlinie und an Samstagen zwischen 9 und 19 Uhr auf den Straßenbahnlinien 4 und 5 einen 7,5-Minutentakt einzurichten. Auf den in Anlage beigefügten Fahrplan wird verwiesen.

Zur Beratung in der Sitzung des gemeinsamen Ausschusses Stadt.Land.Wue am 09. Juli 2020 und zur anschließenden Beschlussfassung in den Gremien des Landkreises Würzburg:

Antrag 3: Der Ausschuss Stadt.Land.Wue empfiehlt dem Kreistag Würzburg folgenden Beschluss: Das Kommunalunternehmen wird beauftragt, die Linien 480, 11 und 520 zur Umstiegshaltestelle Bürgerbräu als neue Endhaltestelle zu führen. Im Gegenzug sollen die Taktzeiten der Linien auf bis zu 15 Minuten (Linie 520), bis zu 30 Minuten (Linie 480) und bis zu 20 Minuten (Linie 11) verbessert
werden. Die Umstiege sollen aufeinander angepasst sein. Auf den in Anlage beigefügten Fahrplan wird verwiesen.


Antrag 4: Der Ausschuss Stadt.Land.Wue empfiehlt dem Kreistag Würzburg folgenden Beschluss: Das Kommunalunternehmen wird beauftragt, die Linien 470, 490 und 510 zur Umstiegshaltestelle Wörthstraße als neue Endhaltestelle zu führen. Im Gegenzug sollen die Taktzeiten der Linien auf bis zu 30 Minuten (Linie 470), bis zu 30 Minuten (Linie 490) und bis zu 15 Minuten (Linie 510) verbessert werden. Die Linie 491 soll bis Kirchheim (DB-Halt) verlängert werden. Die Umstiege sollen aufeinander angepasst sein. Auf den in Anlage beigefügten Fahrplan wird verwiesen.

Antrag 5: Der Ausschuss Stadt.Land.Wue empfiehlt dem Kreistag Würzburg folgenden Beschluss: Das Kommunalunternehmen wird beauftragt, die Linie 550 zur Umstiegshaltestelle Königsberger Straße als neue Endhaltestelle zu führen. Im Gegenzug sollen die Taktzeiten der Linien im Linienpaket auf bis zu 15 Minuten verbessert werden. Die Umstiege sollen aufeinander angepasst sein. Auf den in Anlage beigefügten Fahrplan wird verwiesen.

Gemeinsame Begründung für alle sechs Anträge:

Mit den hier gestellten Anträgen werden folgende Ziele verfolgt:

  1. Eine Entlastung der Stadt Würzburg und des Busbahnhofes von etwa 400 Fahrten von Landkreis-Bussen pro Tag, da diese zu den drei Umstiegshaltestellen Wörthstraße, Bürgerbräu und Königsberger Straße geführt werden sollen. Hiermit werden auch die Parallelverkehre zwischen Landkreisbussen und Straßenbahnen größtenteils abgeschafft.
  2. Eine erhebliche Taktverbesserung auf den Linienbündeln 11, 470, 480, 490, 510, 520 und 550, die dadurch erzielt wird, dass die in der Stadt durch die Abschaffung der Parallelverkehre gesparten Buskilometer im Landkreis verfahren werden können. Es ergeben sich somit Taktverbesserungen im Landkreis ohne Mehrkosten.
  3. Eine deutliche Verkürzung der Fahrtzeiten zwischen den Gemeinden im westlichen Landkreis (z.B. Eisingen, Hettstadt, Waldbüttelbrunn) und den Gemeinden im westlichen Maintal (z.B. Zell, Margetshöchheim, Veitshöchheim) durch die Einrichtung von zwei attraktiven Umstiegshaltestellen am Bürgerbräu und an der Wörthstraße und der Abstimmung der Fahrpläne aufeinander.

Die genannten Ziele können durch die Maßnahmen unseres Antrags erreicht werden. Durch die Brechung der genannten Buslinien an den entsprechenden Endhaltestellen werden nicht nur Fahrtkilometer gewonnen, sondern die Busse gewinnen auch an Pünktlichkeit hinzu, da sie nicht mehr im Stau in der Stadt Würzburg stehen. Hierzu trägt auch die bereits vom PUMA beschlossene Busspur am Schlossberg entscheidend bei. Darüber hinaus wird die Stadt Würzburg deutlich von Abgasen und Verkehrslärm entlastet.

Für alle genannten Buslinien sowie für alle Straßenbahnlinien der Stadt Würzburg legen wir ausgearbeitete Fahrpläne vor. So hoffen wir, dem Kommunalunternehmen sowie der WSB eine schnelle Umsetzung der beantragten Änderungen durch die Möglichkeit zur Übernahme der grundsätzlichen Struktur dieser Fahrpläne erheblich zu erleichtern. Die Fahrpläne sehen die Einrichtung von drei Umstiegshaltestellen an der Wörthstraße, der Königsberger Straße sowie dem Bürgerbräu vor. Hier können die Nutzerinnen der Buslinien aussteigen und in die Straßenbahn wechseln. Uns ist bewusst, dass hierbei oftmals ein zusätzlicher Umstieg entsteht. Durch diesen Umstieg wird allerdings vieles, beispielsweise die stark verbesserten Takte der Buslinien ohne Mehrkosten, eine verbesserte Pünktlichkeit und die Entlastung der Stadt, überhaupt erst möglich. Außerdem zeigt die Erfahrung, dass ein Umstieg vom Bus in die Bahn grundsätzlich gut angenommen wird, insbesondere wenn gleichzeitig eine Taktverbesserung erfolgt. Aus unserer Sicht überwiegen deswegen die Vorteile. Darüber hinaus entstehen, folgt man den von uns vorgelegten Fahrplänen, attraktive Umsteigebeziehungen, die die Fahrtzeit zwischen den Gemeinden des westlichen Maintals und des westlichen Landkreises deutlich verkürzen. Hierfür werden im von uns vorgelegten Fahrplan zur Illustration auch einzelne Beispiele genannt. Die Umstiegshaltestellen sollten, um eine optimale Verknüpfung der Verkehrsträger zu erreichen, außerdem mit Parkplätzen für Car-Sharing sowie mit Fahrradstellplätzen versehen werden. Ebenfalls entsteht durch die Verlängerung der Linie 491 aus dem Linienbündel 490 nach Kirchheim ein Anschluss an den dortigen Halt der Deutschen Bahn (DB). Somit könnten Menschen aus Kleinrinderfeld auch diesen Weg zum Hauptbahnhof nutzen und Menschen aus Kirchheim oder anderen südlich an der Bahnstrecke gelegenen Orten deutlich schneller in die Gemeinden Kleinrinderfeld, Kist und Höchberg (hier insbesondere zur Realschule) gelangen. Auch diese Verlängerung kann ohne Mehrkosten durchgeführt werden, da dafür „eingesparte“ Fahrtkilometer genutzt werden können.

Unsere Fahrpläne klammern dabei bewusst den Schulverkehr, insbesondere aus dem westlichen Landkreis zu den rechtsmainischen weiterführenden Schulen, aus. Dieser müsste separat geregelt und in den Fahrplan eingefügt werden, um die Schülerinnen am Morgen und am Mittag wie gewohnt direkt zu ihren Schulen und zurück zu bringen. In den Abendstunden sollten die jeweils letzten Fahrten der Busse weiterhin wie bisher bis zum Busbahnhof geführt werden.

Die Erhöhung des Taktes der Straßenbahn auf 10 Minuten pro Linie an Werktagen, was auf fast allen Ästen einen 5-Minuten-Takt ergibt, ist in unserem Modell unumgänglich und auch ansonsten zur Attraktivitätssteigerung für den ÖPNV dringend notwendig. Aus den von uns vorgelegten Fahrplänen ergibt sich, dass nur mit diesem Takt sinnvolle Umsteigebeziehungen zwischen den Bussen und der Straßenbahn möglich sind. Darüber hinaus muss die Straßenbahn in unserem Modell zusätzlich die Fahrgäste der Buslinien des Landkreises bewältigen. Allein deshalb muss die Taktverbesserung, die selbstverständlich auch eine Kapazitätserhöhung der Straßenbahn darstellt, durchgeführt werden.

Die Mehrkosten hierfür belaufen sich nach unseren Berechnungen auf etwa 2 Millionen €/Jahr. Aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung werden überschlägig in etwa 8 Millionen € für die Region Würzburg zur Verfügung stehen, um den öffentlichen Nahverkehr nach der Corona-Krise wieder fit zu machen. Ein Teil des Geldes könnte für den besseren Takt genutzt werden, der ja auch eine verstärkte Einhaltung der Abstandsregeln ermöglicht. Nach unseren Berechnungen kann mit der vorhandenen Fahrzeugkapazität dieser Straßenbahnfahrplan auch durchgeführt werden und sollte von der WSB möglich gemacht werden können, entsprechende Beschlüsse des Stadtrats Würzburg vorausgesetzt.

Wir sind überzeugt, dass eine Umsetzung dieses Konzepts eine erhebliche Verbesserung des ÖPNV-Angebots im westlichen Landkreis und im östlichen Maintal darstellen würde. Im Landkreis ergäben sich massive Taktverbesserungen, die Stadt würde entlastet und die bisher bestehenden, problematischen Parallelverkehre beendet.

Mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand könnte ein deutlich verbessertes Angebot zu einem Nachfragezuwachs und damit zu höheren Einnahmen und zu einem positiven wirtschaftlichen Effekt für den ÖPNV in der Region insgesamt führen. Die Umsetzung sollte aus unserer Sicht aus unserer Sicht so schnell wie möglich erfolgen, damit vor der geplanten Verkehrszählung Anfang 2021 mit einem neuen Fahrplan gestartet werden kann.

Gerade durch die Coronavirus-Pandemie hat der ÖPNV Fahrgäste verloren. Mit diesen attraktiven Verbesserungen können wir Fahrgäste zurückgewinnen. Für die durch Corona belastete regionale Wirtschaft kann ein deutlich verbesserter ÖPNV und damit eine verbesserte Erreichbarkeit der Unternehmen ebenfalls zu einem positiven Effekt führen.
Mit freundlichen Grüßen,

gez.
Karin Miethaner-Vent und Patrick Friedl, auch namentlich GRÜNEN-Fraktion im Stadtrat
gez.
Wolfgang Roth, auch namentlich CSU-Fraktion im Stadtrat
gez.
Karen Heußner und Sven Winzenhörlein, auch namentlich GRÜNEN-Fraktion im Kreistag
gez.
Stefan Wolfshörndl, auch namentlich SPD-Fraktion im Kreistag
gez.
Alexander Kolbow, auch namentlich SPD-Fraktion im Stadtrat
gez.
Jürgen Weber und Raimund Binder, auch namentlich ÖDP/WL-Fraktion im Stadtrat
gez.Sebastian Roth, auch namentlich Fraktion DIE LINKE im Stadtrat
gez.
Charlotte Schloßareck, auch namentlich Fraktion FDP/Bürgerforum im Stadtrat
gez.
Josef Hofmann, auch namentlich FWG-Fraktion im Stadtrat
gez.
Wolfgang Kuhl und Matthias Henneberger, auch namentlich Fraktion FDP/ÖDP im Kreistag
gez.
Wolfgang Baumann, Mitglied des Stadtrats, ZfW